Helmholtz Zentrum, Potsdam
Helmholtz Zentrum
Potsdam . 2023
Ein neues Verwaltungs- und Kommunikationszentrum auf einem historischen Campus aus dem 19. Jahrhundert zu entwerfen, erfordert ein genaues Hinhören auf den Kontext. Unser Entwurf für das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) übersetzt diesen historischen Ort direkt in nachhaltige und flexible Innovation.
Inspiration für die Fassade war die feingliedrige Tektonik des historischen Bestands. Wir haben eine perforierte Ziegelfassade aus ganz gewöhnlichen, alltäglichen Materialien entwickelt. Tagsüber wirkt das Gebäude als schwerer, monolithischer Solitär; nachts hingegen strahlt es in warmer Transparenz mit subtilen Details, die Neugier wecken und zum Hinsehen einladen. Im Inneren löst der Entwurf starre Geometrien zugunsten einer „konditionierten Offenheit“ auf. Nach Durchqueren des Eingangsbereichs gelangen die Nutzer*innen in ein lichtdurchflutetes Foyer, in dem eine hölzerne Wendeltreppe und der Aufzug den Blick unmittelbar nach oben lenken – so wird das Haus auf einen Blick erfassbar. Mit flexiblen Bürolandschaften, halböffentlichen Ausstellungsbereichen und einer witterungsgeschützten Anbindung an das benachbarte Bestandsgebäude bieten wir ein reichhaltiges Spektrum von Bewegungsfiguren und Raumvarianten anstelle eines starr vorgegebenen Fertigprodukts.
Die Qualität eines Gebäudes misst sich für uns wesentlich daran, welches Nutzungspotenzial es längerfristig freilegt. Anstatt vorzugeben, wie Raum konsumiert werden muss, sehen wir unsere Aufgabe darin, minimale Mittel für optimale Raumfreiheiten bereitzustellen. Uns ist wichtig, dass die Nutzer*innen das Gebäude sich sukzessive selbst aneignen können.
Diese Haltung der baulichen Sparsamkeit ist durch ein konsequentes Raster von 2,0 Metern direkt in die Struktur übersetzt. Es ermöglicht einen sehr hohen Vorfertigungsgrad im Holzbau, verkürzt die Bauzeit, senkt die Lebenszykluskosten und bietet ein Höchstmaß an Flexibilität. Ökologische Verantwortung prägt jede Materialentscheidung. Die Hybridbauweise kombiniert zertifiziertes Holz und RC-Beton mit lehmverputzten Lehmbauplatten im Ausbau – komplett ohne Gipskarton. Passive Maßnahmen wie die freie Nachtauskühlung über das Atrium, eine großflächige PV-Anlage, die eigene Regenwasserversickerung sowie Nistplätze für Vögel in der perforierten Ziegelfassade stellen sicher, dass das Gebäude aktiv zum Mikroklima und zur Biodiversität des Waldparks beiträgt.
Projektstandort
Potsdam, Deutschland
Zeitraum
Wettbewerb_2023
Auftraggeber
Helmholtz-Zentrum Potsdam / Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ / Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg
In Zusammenarbeit mit
Projektleiter:
Roger Riewe, Florian Riegler, Christian Story
Mitarbeiter:
Miriam Koudmani, Leonie Gensel, Tsvetelina Stoyanova, Maruša Turnšek, Carolina Videira, Zhou Shuhan
Brandschutz: brand+ (Birga Bingenfeld)
TGA/ Clima Design Concept: Ingenieurbüro Hausladen GmbH(Heiko Wöhrle)
Landschaftsarchitektur
LA.BAR Landschaftsarchitekten: Rüdiger Amend
Bilder
VIZE
Ein neues Verwaltungs- und Kommunikationszentrum auf einem historischen Campus aus dem 19. Jahrhundert zu entwerfen, erfordert ein genaues Hinhören auf den Kontext. Unser Entwurf für das Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) übersetzt diesen historischen Ort direkt in nachhaltige und flexible Innovation.
Inspiration für die Fassade war die feingliedrige Tektonik des historischen Bestands. Wir haben eine perforierte Ziegelfassade aus ganz gewöhnlichen, alltäglichen Materialien entwickelt. Tagsüber wirkt das Gebäude als schwerer, monolithischer Solitär; nachts hingegen strahlt es in warmer Transparenz mit subtilen Details, die Neugier wecken und zum Hinsehen einladen. Im Inneren löst der Entwurf starre Geometrien zugunsten einer „konditionierten Offenheit“ auf. Nach Durchqueren des Eingangsbereichs gelangen die Nutzer*innen in ein lichtdurchflutetes Foyer, in dem eine hölzerne Wendeltreppe und der Aufzug den Blick unmittelbar nach oben lenken – so wird das Haus auf einen Blick erfassbar. Mit flexiblen Bürolandschaften, halböffentlichen Ausstellungsbereichen und einer witterungsgeschützten Anbindung an das benachbarte Bestandsgebäude bieten wir ein reichhaltiges Spektrum von Bewegungsfiguren und Raumvarianten anstelle eines starr vorgegebenen Fertigprodukts.
Die Qualität eines Gebäudes misst sich für uns wesentlich daran, welches Nutzungspotenzial es längerfristig freilegt. Anstatt vorzugeben, wie Raum konsumiert werden muss, sehen wir unsere Aufgabe darin, minimale Mittel für optimale Raumfreiheiten bereitzustellen. Uns ist wichtig, dass die Nutzer*innen das Gebäude sich sukzessive selbst aneignen können.
Diese Haltung der baulichen Sparsamkeit ist durch ein konsequentes Raster von 2,0 Metern direkt in die Struktur übersetzt. Es ermöglicht einen sehr hohen Vorfertigungsgrad im Holzbau, verkürzt die Bauzeit, senkt die Lebenszykluskosten und bietet ein Höchstmaß an Flexibilität. Ökologische Verantwortung prägt jede Materialentscheidung. Die Hybridbauweise kombiniert zertifiziertes Holz und RC-Beton mit lehmverputzten Lehmbauplatten im Ausbau – komplett ohne Gipskarton. Passive Maßnahmen wie die freie Nachtauskühlung über das Atrium, eine großflächige PV-Anlage, die eigene Regenwasserversickerung sowie Nistplätze für Vögel in der perforierten Ziegelfassade stellen sicher, dass das Gebäude aktiv zum Mikroklima und zur Biodiversität des Waldparks beiträgt.
Projektstandort
Potsdam, Deutschland
Zeitraum
Wettbewerb_2023
Auftraggeber
Helmholtz-Zentrum Potsdam / Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ / Stiftung des öffentlichen Rechts des Landes Brandenburg
In Zusammenarbeit mit
Projektleiter:
Roger Riewe, Florian Riegler, Christian Story
Mitarbeiter:
Miriam Koudmani, Leonie Gensel, Tsvetelina Stoyanova, Maruša Turnšek, Carolina Videira, Zhou Shuhan
Brandschutz: brand+ (Birga Bingenfeld)
TGA/ Clima Design Concept: Ingenieurbüro Hausladen GmbH(Heiko Wöhrle)
Landschaftsarchitektur
LA.BAR Landschaftsarchitekten: Rüdiger Amend
Bilder
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