JRC-Headquarter, Sevilla
JRC-Headquarter
Sevilla . 2021
An den Ufern des Guadalquivir erhebt sich der neue Hauptsitz des Joint Research Centre (JRC) als anmutige Erweiterung der Parklandschaft Sevillas. Als Leuchtturmprojekt für das New European Bauhaus verschmilzt der Entwurf traditionelle andalusische Raumpoesie mit moderner Bauökologie. Anstatt eine monolithische Masse aufzudrängen, schwebt das Gebäude über einer geschwungenen grünen Topografie und erweist der historischen Silhouette der Giralda sowie dem Kloster Santa María de las Cuevas seine Referenz. Durch die Verschmelzung traditioneller andalusischer Raumpoesie mit hochmoderner Bauökologie erreicht der Entwurf eine seltene Harmonie: ein ikonisches, ästhetisches Refugium, das ohne herkömmliche Klimatisierung natürlich atmet.
Inspiriert von der klassischen sevillanischen Casa-Patio filtern geformte Licht-Höfe und ein zentrales Atrium das südliche Sonnenlicht durch dynamische Textilsegel und erhellen die Arbeitsplätze ohne Hitze oder Blendung. Handgefertigte, poröse Keramikfliesen aus den historischen Fabriken von Triana säumen die Gehwege sowie die Plaza des „Leisure Floors“ und würdigen das lokale Erbe. Darunter ersetzt eine fließende, grenzenlose Topografie Zäune durch heimische Flora unterhalb der angehobenen Struktur – ein nahtloses, parkähnliches Refugium, in dem Innenarchitektur und äußere Natur verschmelzen.
Bei diesem Entwurf ist Nachhaltigkeit die eigentliche DNA der Architektur. Das Gebäude funktioniert wie ein lebendiger Organismus: Unterirdische Erdwärmetauscher ziehen die Luft tief durch das Erdreich, um jeden Atemzug vorzukühlen und vorzuwärmen, während Regenwasser und geothermische Wärme durch aktivierte Betonkerndecken fließen und die Arbeitsräume in leisen, strahlenden Komfort hüllen – ganz ohne konventionelle Klimaanlage.
Für einen endlosen Materialkreislauf entworfen, folgt das Bauwerk der Cradle-to-Cradle-Philosophie. Ein trocken verschraubtes Stahltragwerk und extrem leichte Betonplatten – die den gebundenen Kohlenstoff um siebzig Prozent reduzieren – stehen neben ungiftigen Flachsfaser-Trockenbauwänden und lokaler Keramik. So wird sichergestellt, dass jedes Element eines Tages behutsam in den Stoffkreislauf zurückkehren kann.
Energie und Wasser fließen in einem geschlossenen, selbsterhaltenden Kreislauf. Oben wandelt ein weitläufiges Dach aus Solarmodulen das intensive südliche Licht in Energie um und spendet gleichzeitig schützenden Schatten. Unten fangen unterirdische Zisternen das Regenwasser auf und reinigen es, um Kühlsysteme und die heimische Pflanzenwelt zu versorgen – was das Gebäude in vollständiger Ressourcenharmonie verankert.
Projektstandort
Sevilla, Spanien
Zeitraum
Wettbewerb _ 2021
Daten zum Bau
BGF _ 20.000 m²
Auftraggeber
Die Europäische Kommission, Generaldirektion des Joint Research Centre
In Zusammenarbeit mit
MGM Morales de Giles Arquitectos, Sevilla, Spanien
Landschaftsarchitektur
PROAP - Estudos e Projectos de Arquitectura Paisagista, Lisboa, Portugal
Bilder
Visualisierungen: Riegler Riewe Architekten / MGM Morales de Giles Arquitectos
An den Ufern des Guadalquivir erhebt sich der neue Hauptsitz des Joint Research Centre (JRC) als anmutige Erweiterung der Parklandschaft Sevillas. Als Leuchtturmprojekt für das New European Bauhaus verschmilzt der Entwurf traditionelle andalusische Raumpoesie mit moderner Bauökologie. Anstatt eine monolithische Masse aufzudrängen, schwebt das Gebäude über einer geschwungenen grünen Topografie und erweist der historischen Silhouette der Giralda sowie dem Kloster Santa María de las Cuevas seine Referenz. Durch die Verschmelzung traditioneller andalusischer Raumpoesie mit hochmoderner Bauökologie erreicht der Entwurf eine seltene Harmonie: ein ikonisches, ästhetisches Refugium, das ohne herkömmliche Klimatisierung natürlich atmet.
Inspiriert von der klassischen sevillanischen Casa-Patio filtern geformte Licht-Höfe und ein zentrales Atrium das südliche Sonnenlicht durch dynamische Textilsegel und erhellen die Arbeitsplätze ohne Hitze oder Blendung. Handgefertigte, poröse Keramikfliesen aus den historischen Fabriken von Triana säumen die Gehwege sowie die Plaza des „Leisure Floors“ und würdigen das lokale Erbe. Darunter ersetzt eine fließende, grenzenlose Topografie Zäune durch heimische Flora unterhalb der angehobenen Struktur – ein nahtloses, parkähnliches Refugium, in dem Innenarchitektur und äußere Natur verschmelzen.
Bei diesem Entwurf ist Nachhaltigkeit die eigentliche DNA der Architektur. Das Gebäude funktioniert wie ein lebendiger Organismus: Unterirdische Erdwärmetauscher ziehen die Luft tief durch das Erdreich, um jeden Atemzug vorzukühlen und vorzuwärmen, während Regenwasser und geothermische Wärme durch aktivierte Betonkerndecken fließen und die Arbeitsräume in leisen, strahlenden Komfort hüllen – ganz ohne konventionelle Klimaanlage.
Für einen endlosen Materialkreislauf entworfen, folgt das Bauwerk der Cradle-to-Cradle-Philosophie. Ein trocken verschraubtes Stahltragwerk und extrem leichte Betonplatten – die den gebundenen Kohlenstoff um siebzig Prozent reduzieren – stehen neben ungiftigen Flachsfaser-Trockenbauwänden und lokaler Keramik. So wird sichergestellt, dass jedes Element eines Tages behutsam in den Stoffkreislauf zurückkehren kann.
Energie und Wasser fließen in einem geschlossenen, selbsterhaltenden Kreislauf. Oben wandelt ein weitläufiges Dach aus Solarmodulen das intensive südliche Licht in Energie um und spendet gleichzeitig schützenden Schatten. Unten fangen unterirdische Zisternen das Regenwasser auf und reinigen es, um Kühlsysteme und die heimische Pflanzenwelt zu versorgen – was das Gebäude in vollständiger Ressourcenharmonie verankert.
Projektstandort
Sevilla, Spanien
Zeitraum
Wettbewerb _ 2021
Daten zum Bau
BGF _ 20.000 m²
Auftraggeber
Die Europäische Kommission, Generaldirektion des Joint Research Centre
In Zusammenarbeit mit
MGM Morales de Giles Arquitectos, Sevilla, Spanien
Landschaftsarchitektur
PROAP - Estudos e Projectos de Arquitectura Paisagista, Lisboa, Portugal
Bilder
Visualisierungen: Riegler Riewe Architekten / MGM Morales de Giles Arquitectos